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Oft ist es Stress oder Aufregung, die einen Milchstau entstehen lassen. Die
Oxytocinausschüttung beim Stillen wird dadurch gestört, und es verbleibt eine
Milchansammlung in der Brust, die sich nicht beim Stillen löst.
Allerdings können auch ein drückender BH, ausgelassene oder verschobene
Stillmahlzeiten, eine ungeeignete Stillhaltung oder schmerzende Brustwarzen zu
einem Milchstau führen.
Unsauberkeit ist wohl kaum ein Grund für Milchstau oder Brustentzündung!
Die Brust braucht nicht gesondert hygienisch behandelt zu werden.
Woran erkennt man einen Milchstau?
o Knoten oder harte Stelle in der Brust
o Spannungsgefühl, Schmerz und Druckempfindlichkeit
o Schmerzhaftes Stillen
o Rote, heiße Stelle auf der Brust
o Möglicherweise Unwohlsein, Gliederschmerzen, Kopfschmerzen, Fieber
Was sollte man tun?
o Das Baby häufig anlegen (alle 2 Stunden) mit längerer Stillpause in der Nacht,
damit nicht noch eine zusätzliche
Stresssituation entsteht.
o Vor dem Stillen für ca. 5 bis 10 Minuten warme
Kompressen auf die betroffene Stelle legen
(dazu ein Tuch mit heißem Wasser tränken).
o Beim Stillen das Baby so anlegen, dass sein
Unterkiefer in Richtung der betroffenen Stelle zeigt.
So wird die Brust an dieser Stelle besonders effektiv
geleert. Spezielle Positionen können dafür erforderlich sein.
o Nach dem Stillen die betroffene Stelle ca. 20 Minuten
kühlen (z.B. kalter Quarkwickel) – bitte nicht übertreiben!
o Viel Ruhe und Entspannung, am besten Bettruhe.
Hilfe holen (Oma, Papa,…)!
o Die Brust nicht einengen (nicht hochbinden!),
am besten ohne BH ausruhen, mit warmer
Kompresse (Körnerkissen, Wärmflasche) an der Brust.
Der Übergang von einem Milchstau zur Brustentzündung (Mastitis) ist fließend.
Manchmal gibt es auch eine Brustentzündung ohne vorausgehenden Milchstau (z.B.
bei wunden Brustwarzen).
Wird das Fieber nicht innerhalb von 24 Stunden besser, sollten Sie zum Arzt
gehen (Gynäkologe). Meistens ist eine Antibiotika - Behandlung nötig, die
innerhalb kürzester Zeit Besserung bringt. Dafür brauchen Sie nicht abzustillen,
denn es gibt genügend Antibiotika, die sich mit dem Stillen vereinbaren lassen.
(Dieser Text wurde erstellt auf der Grundlage von
Informationen aus: "Handbuch für die Stillberatung", Mohrbacher, Stock, 1.
Auflage, September 2000)
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