Zurück an die Brust
In ihrer Broschüre "Lösungsmöglichkeiten für Saug- und Stillprobleme" Schlägt Susan Meintz Mahler die folgende Vorgehensweise für ein saugverwirrtes Baby vor, das die Brust nicht annimmt:
"1. Tag: Keine
Flaschen, keine Brust
An diesem Tag erhält das Baby seine Nahrung über eine alternative
Fütterungsmethode
(z.B. Pipette, Löffel, Becher, bei Hohlwarzen KEINE Fingerfütterung). Wenn eine
Pipette
oder ein Becher benutzt werden, sollte das Baby aufrecht auf dem Schoß gehalten
werden,
um ein Verschlucken und Einsaugen von Flüssigkeit in die Lunge zu vermeiden.
2. Tag: Keine Flaschen, die Brust wird nur zum Trösten angeboten
Jetzt ist das Baby möglicherweise bereit, dicht an der nackten Brust der Mutter
gehalten zu
werden, während die Nahrung verabreicht wird. Die Mutter kann dem Baby die Brust
nach
jedem Füttern zum Trost anbieten, ebenso, wenn sie merkt, dass das Baby saugen
möchte.
Dreht es sich von der Brust weg, kann es „gebündelt“ (mit rundem Rücken in eine
Decke
gewickelt) und beruhigt werden, bevor ihm die Brust wieder angeboten wird. Das
Baby
braucht möglicherweise noch einen weiteren Tag, bevor es bereit ist, auf die
Brust
überzugehen. Es sollte nicht gezwungen werden.
Übergang zur Brust:
Akzeptiert das Baby die Brust zur Beruhigung, kann die Mutter versuchen, es zu
stillen und
zwar eine halbe Stunde bevor es wahrscheinlich richtig hungrig ist. Zu diesem
Zeitpunkt
akzeptiert das Baby im Allgemeinen das Stillen.
Flaschensauger, Schnuller oder Stillhütchen sollten mehrere Wochen ganz
weggelassen
werden, damit das Baby Zeit hat, gut an der Brust trinken zu lernen."
Textpassage zitiert aus: "Lösungsmöglichkeiten
für Saug- und Stillprobleme",
Susan Meintz Maher IBCLC, La Leche Liga Deutschland e.V., 1996, S. 43